Klima
Das Stadtklima der griechischen Hauptstadt Athen zeichnet sich durch viele Besonderheiten aus. Die Stadt ist nach drei Seiten hin, nach Osten, nach Norden und nach Westen von Gebirgsketten umgeben. So können vorrangig nur Luftströmungen aus südlichen Richtungen, also vom Meer, in das Gebiet der Stadt vordringen. Die klimatischen Verhältnisse sind noch wärmer und trockener als in Griechenland ohnehin schon. Im Sommer erreichen die Temperaturen während gewöhnlich drei- bis viertägigen Hitzeperioden bis über 40 Grad Celsius und das im Schatten. In der Nacht kühlt es kaum ab. Dieser Umstand ist der dichten Besiedlung geschuldet und der Tatsache, dass es in der Stadt relativ wenige Grünflächen gibt. Temperaturen von über 25 Grad Celsius noch nach Mitternacht stellen keine Seltenheit dar und erst in den Morgenstunden kühlt es etwas ab. Im Winter erleben die Einwohner Athens trotz der die Stadt umgebenden Gebirgsketten nicht selten Einbrüche kalter Luft aus dem Norden. Dies führt sogar dazu, dass es nicht selten zu Niederschlägen in Form von Schnee kommt, der in den nördlich gelegenen Gebieten der Stadt sogar liegen bleibt. Dann herrschen auch frostige Temperaturen von bis unter minus 5 Grad Celsius. Von ausländischen Touristen wird der warme Herbst besonders geschätzt, der im November noch ausgesprochen schön ist und das kalte und verregnete Mitteleuropa vergessen lässt. Allerdings beginnt das Frühjahr recht spät. Die Monate März, April und sogar noch der Mai sind relativ kühl. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen pro Jahr liegen in Athen auf einem sehr niedrigen Niveau. So fallen pro Jahr lediglich knapp über 400 l Niederschlag auf den Quadratmeter. Die Trockenheit wird bei südlichen Winden zusätzlich verstärkt, wenn diese Staub und Sand aus der Sahara mit sich führen, der oft über der griechischen Metropole niedergeht. Pro Jahr werden mehr als 2800 Sonnenstunden registriert, die sich auf nicht weniger als 348 Sonnentage verteilen.